Das Benny Pizzarezept Version III



Neue Inhalte in der 3. Version:

Hefeteig mit "normaler" Hefe
Aktualisierte Mengen für den Teig
Aktualisiertes Pizza-Tomatensoßen Rezept
Bärlauch-Variante für die Pizza-Tomatensoße
Pizza backen mit einem Pizzastein


Vorherige Versionen des Pizza-Rezeptes:
1. Version des Pizza Rezeptes 2. Version des Pizza Rezeptes


Der Pizza Teig

Für den Teig nehme ich die folgenden Zutaten (Natürlich sind die Mengen beliebig erweiterbar):

400 g Mehl
200 ml lauwarmes Wasser
Ein Päckchen Trockenhefe / Eine Packung Hefe
1 ½ Teelöffel Salz
1 Teelöffel Zucker
3-4 Esslöffel Olivenöl



Hefeteig mit Trockenhefe:
Das Mehl mit der Trockenhefe, dem Salz und dem Zucker (dieser dient der Hefe als Nahrung) vermischen. Dann das lauwarme Wasser und das Olivenöl hinzugeben und zu einem Teig kneten. Abschließend den Teig in einem abgedeckten Gefäß für anderthalb bis zwei Stunden in warmer Umgebung gehen lassen.

Hefeteig mit "normaler" Hefe:
Hefe mit den Hand möglichst fein zerkleinern, dann Zucker und die Hälfte des Mehls und die volle Menge Wasser hinzu geben. Nun diesen Vorteig in warmer Umgebung eine halbe bis 2 Stunden gehen lassen. Anschließend das restliche Mehl, Salz und Olivenöl hinzu geben. Nun den Teig gehen lassen bis dieser sich vom Volumen her etwa verdoppelt hat.

Tipp: Wer sich das Kneten sparen will und eine Brotbackmaschine hat, kann dieses auch von Selbiger übernehmen lassen. Die meisten Brotbackmaschinen verfügen über das Programm "Teig kneten", was den Teig knetet und auch zum Gehen noch erwärmt.

Anschließend den Teig am besten portioniert in Gefrierbeuteln in den Kühlschrank tun oder direkt weiter verarbeiten. Meinen Erfahrungen wird die Pizza am besten wenn der Teig 1-2 Tage vor dem Backen im Kühlschrank lag, aber er kann natürlich auch direkt nach dem gehen verarbeitet werden :-). Ein Hefeteig im Kühlschrank hält sich ohne Probleme 7 bis 10 Tage. Einfrieren ist ebenfalls möglich. Dann aber den Teig im Kühlschrank langsam auftauen lassen. Für eine typisch italienische Pizza mit dünnem Teigboden empfehle ich folgende Mengen an Teig pro Pizza Blech:

Für ein rundes Blech mit ca. 30-35 cm Durchmesser empfehle ich 100 g Mehl pro Blech, sprich bei einem 400 g Mehl Teig ergeben sich 4 runde Bleche Pizza.

Bei Viereckigen Backofenblechen rate ich zu etwa 135 g Mehl pro Blech, sprich bei einem 400 g Mehl Teig ergeben sich 3 eckige Backofen-Bleche Pizza.

Wenn der Teig im Kühlschrank war, diesen ca. 1 - 1 ½ Stunden vor dem Verarbeiten aus dem Kühlschrank holen und in warmer Umgebung langsam wieder aufwärmen lassen.

Die Pizza-Tomatensoße

Die Pizza-Tomatensoße mache ich immer auf folgende Art, natürlich schmeckt diese auch wunderbar zu Pasta und Co.:

Ganz wichtig: Ein paar Tage oder auch nur ein paar Stunden vor Zubereitung der Tomatensoße etwas fein gehackten oder gepressten Knoblauch zusammen mit getrockneten Basilikum und Oregano in Olivenöl in einem Glas einlegen, sodass die Mischung gerade so mit Öl bedeckt ist. Die Mischung am besten ein paar Tage ziehen lassen.
Eine Dose gehackte Tomaten zusammen mit einem Schuss Olivenöl in eine Pfanne geben und erhitzen bis es kocht. Salz, Pfeffer und nach Belieben weitere Gewürze hinzu geben. Das Gemisch bei geringer Hitze-Zufuhr ca. 30 min. leicht vor sich hinköcheln lassen. Abschließend die Pfanne vom Herd nehmen und je nach Belieben viel von der Knoblauch/Basilikum/Oregano Mischung hinzugeben.

Vereinfachte Version: Eine Dose gehackte Tomaten nehmen (diese, wenn gewünscht mit dem Pürierstab, noch etwas zerkleinern) und je nach belieben viel von der Knoblauch/Basilikum/Oregano Mischung dazu geben. Dann mit Salz, Pfeffer und weiteren Gewürzen und Kräuter dazu geben. Fertig! Alternativ dazu kann auch ein Tetra-Pack mit passierten Tomaten oder einfach Tomatenmark, das mit Wasser verdünnt wird, verwendet werden.

Pizza-Tomatensoße mit Bärlauch: Frische Bärlauch Blätter im Wald pflücken oder auf dem Markt kaufen. Gut den Bärlauch waschen und ein Büschel mit einem Messer möglichst fein zerhacken. Mit dem fein zerhackten Bärlauch zusammen die Knoblauch/Basilikum/Oregano Mischung herstellen. Die Mischung nun am besten ein paar Tage ziehen lassen und zur Pizza-Tomatensoße nach dem Kochen geben.


Die Pizza

Auf einer glatten und sauberen Oberfläche Mehl verteilen und dann den Teig erst mit den Fingern möglichst breit ziehen. D ann mit einem Nudelholz den Teig immer weiter auswellen. Den Teig dabei immer wieder wenden und mit Mehl bestreichen bis der Teig groß genug ist. Das Blech bevor der Teig darauf kommt, etwas mit Olivenöl bestreichen, damit der Teig nicht anklebt. Dann den Teig auf das Blech legen und gegebenenfalls noch etwas weiter auswellen, sodass dieser die Größe des Bleches hat.

Zum Thema Backbleche: Ich habe gute Erfahrungen mit runden Pizzabackblechen gemacht, die Löcher haben, was die Hitze wohl besser an den Boden bringen soll und diesen damit knuspriger macht. Solche Bleche gibt es in den meisten größeren Supermärkten oder auch Online in diversen Shops.

Vor dem Belegen der Pizza den Backofen vorheizen. Es gilt: Je heißer die Glut im Backofen desto besser, deshalb den Backofen auf die höchste Stufe stellen. Zum Vergleich: Ein Steinofen kommt auf Temperaturen von etwa 400 bis 500 ° Celsius, in einem normalen Backofen sind meistens nur etwa 250 ° Celsius möglich. Deshalb sollte man soviel aus dem Backofen herausholen wie nur eben geht.

Etwas vom Tomatenbelag auf dem Teig auf dem Blech verteilen, sodass dieser gut mit Tomatenbelag bedeckt ist aber auch nicht in Letzterem ertrinkt. Anschließend die verschiedenen Zutaten auf der Pizza verteilen und den geriebenen Käse (ich nehme meistens Gouda) oder Mozzarella über den Belag verteilen. Über die Reihenfolgenden der Zutaten gibt es verschiedenen Ansichten, bei mir kommt immer der Käse zum Schluss, man kann dies aber auch variieren. Zum Schluss noch etwas Oregano über der Pizza verstreuen und ab damit in den Ofen.
Hier mal noch ein paar Anregungen für den Pizzabelag:
Schinken, Salami, Artischocken, Champions, Oliven, Mozzarella, Meeresfrüchte aller Art, Krabben, Thunfisch, Paprika, Zwiebeln, Sardellen, Knoblauch, Tomaten, Kapern, Mais, Peperoni, Ananas, Chili, Speck, Brokkoli (vorher schon etwas andünsten), Schafskäse, Spinat, und vieles mehr...

Die Pizza nun ca. 6 - 12 Minuten backen bis der Teig am Rand langsam kross wird. Nun die Pizza aus dem Ofen holen, in Stücke schneiden und am besten direkt noch warm servieren und verspeisen.



Pizza mit einem Pizzastein zubereiten:

Hintergrund, was ist eigentlich ein Pizzastein?
Ein Pizzastein ist der Idee des Steinofens nachempfunden. Dort wird die Pizza auf einem heißen Stein im Ofen zubereitet und nicht auf einem Blech. Einerseits kommt dadurch die Hitze besser an den Teig heran, andererseits nimmt der Stein Feuchtigkeit vom Teig auf. Beides sorgt für einen knusprigeren Pizzaboden und für eine kürzere Backzeit im Backofen. Ein Pizzastein ist normalerweise aus Schamotte-Stein. Dies ist ein flacher Tonstein, welcher einfach in den Backofen gelegt wird.

Ein großes Angebot an Pizzasteinen erhält man mit der Eingabe des Begriffes "Pizzastein" in dem gängigen Internet-Suchmaschinen. Um die Pizza auf den Stein zu bekommen benötigt man zusätzlich noch eine Pizzaschaufel, die immer direkt mitbestellt werden kann. Der Nachteil am Pizzastein ist, dass man schlecht Pizzen auf Vorrat zubereiten kann, außer man belegt diese schon auf den Pizzaschaufeln. Daher kann es von Vorteil sein direkt 2-3 Pizzaschaufeln zum Stein mit zu bestellen.

Pizza auf der Pizzaschaufel

Pizza auf dem Pizzastein


Vorgehensweise beim Pizza-Backen mit einem Pizzastein:

Wichtiger Hinweis: Vor dem ersten Benutzen des Pizzasteins, unbedingt die mitgelieferten Hinweise zum Pizzastein durchlesen! Dort steht unter anderem, dass der Pizzastein nach dem Gebrauch nicht mit Wasser gereinigt werden darf.

Den Pizzastein etwa eine Stunde vor dem Backen in den Ofen legen und den Backofen auf höchster Stufe einheizen, damit der Stein die Wärme aufnehmen und speichern kann.

Man kann entweder die Pizza auf einer glatten Oberfläche belegen und anschließend auf die Pizzaschaufel nehmen, oder auf der Pizzaschaufel belegen. Bei beiden Methoden ist es hilfreich sowohl die Pizzaschaufel, wie auch die Unterseite des Teiges gut mit Mehl zu bedecken, damit der Teig nicht an der Schaufel hängen bleibt. Die Pizza kann ganz normal belegt werden, wobei vielleicht etwas darauf geachtet werden sollte die Pizza nicht zu sehr "zu überladen". Die Pizza anschließend mit dem Pizzaschieber auf den Pizzastein befördern und dabei zusehen wie die Pizza knusprig und lecker gebacken wird. Die Backzeit wird dabei etwas kürzer ausfallen wie mit einem herkömmlichen Backblech.


Guten Appetit!



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